Die Bengalkatze (Auch Leopardkatze genannt) ist eine südost-asiatische Katzenart. Sie wiegt zwischen 3 kg und 7 kg. Sie ist etwa so groß wie eine Hauskatze, aber schlanker und hat längere Beine. Ihr Kopf ist mit zwei markanten dunklen Streifen gezeichnet, mit einer hellen, kurzen und schmalen Schnauze und runden Ohren. Die Ohren haben auf der Rückseite einen markanten weißen Fleck. Die Körpergröße, die Färbung des Felles und Größe der Flecken und das Gewicht variieren in ihrem weiten Verbreitungsgebiet sehr stark, so das die unterschiedlich aussehenden Katzen für verschiedene Arten gehalten wurden.

Bengalkatzen sind Einzelgänger und sehr gute Kletterer. Sie ruhen in Bäumen, verstecken sich aber auch im dichten Unterholz. Manche sind tagsüber aktiv, aber meistens jagen sie in der Dämmerung und nachts. Sie können gut schwimmen und haben sogar kleine Inseln besiedelt.

Wie wurde nun aus den wilden Bengalkatzen eine Hauskatze?

In den 60er Jahren wollte man durch das kalifornische „Centerwall Projekt" die genetische Immunität der Bengalkatze in Bezug auf Katzenleukose, auf die Hauskatzen übertragen. Einige Zeit später kam aber der Impfstoff auf den Markt und das Projekt wurde still gelegt.

Die Genetikerin Jean Mill war so begeistert von dem Gedanken eine Katze zu züchten, die aussieht wie ein kleiner Leopard mit dem Charakter einer Hauskatze und setzte das Projekt fort. Sie kaufte sich eine Bengalkatze und verpaarte sie mit einem schwarzen Hauskater. Die zweite Generation bestand aus der Rückkreuzung eines weiblichen Nachkommens der ersten Kreuzung mit dem Vater.

Leider gibt es in den ersten Generationen dieser Hybriden einige Schwierigkeiten. Durch das "wilde" Blut waren viele Kater steril oder die Mütter wollten ihre Kitten töten, da sie die Nähe des Menschen als Bedrohung empfanden. Mill zog die Kitten mit der Hand groß und kreuzte andere Rassen ein. Zum Beispiel: Burmesen, Abessienier, Ägyptische Mau und getupfte orientalische Kurzhaarkatzen, sie sollten das liebevolle und unproblematische Temperament  fördern. 1983 konnte sie die erste Leopardette bei der TICA (ein Zuchtverband) registrieren. 1988 kamen die ersten Leopardetten auf deutsche Ausstellungen und wurden 1992 in Bengalkatze umbenannt.