Die Savannah-Katze ist eine noch sehr junge Hauskatzenrasse. Sie entstand aus der Kreuzung eines Servals mit einer normalen Hauskatze. Die erste bekannte Verpaarung eines Servals mit einer Siamkatze gelang 1980.

Der Serval ist eine mittelgroße Raubkatze, die in Afrika beheimatet ist. Im Südöstlichen Teil Afrikas ist der Serval noch weit verbreitet. Das Gewicht des Servals liegt zwischen 7 und 18 kg. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 62 cm, ist er deutlich größer als die Savannah.

Die Zucht der Savannah kam aber erst in den 90er Jahren in Schwung. Wie bei der Bengalkatze, waren auch hier in den ersten Generationen die Kater unfruchtbar und so wurden andere Katzrassen eingekreuzt. Ägytische Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar, Hauskatzen, Bengalen und sogar Maine Coon erweiterten den Genpool der Savannah, weswegen die Savannah als sehr unempfindlich gegenüber genetisch bedingten Krankheiten gilt. Heutzutage stehen jedoch sehr viele Savannah Kater zur Verfügung und deswegen werden nur noch Savannahs untereinander verpaart.

Was bedeutet eigentlich dieses F1?

Das „F“ steht für Filialgeneration oder auch Foundation. Die Zahl dient dabei als Kennung für den Verwandtschaftsgrad in Bezug auf die Elterngeneration.

F1 = 1. Generation nach der Wildkreuzung

F2 = 2. Generation nach der Wildkreuzung (hat einen Serval Großelternteil)

F3 = 3. Generation nach der Wildkreuzung (hat einen Serval Urgroßelternteil)

F4 = 4. Generation nach der Wildkreuzung (hat einen Serval Ururgroßelternteil)

F4 = SBT (studbook traditon - bedeutet, dass die Katzen ab der 4. Generation zu Ausstellungen zugelassen werden und somit als voll domestiziert angesehen werden.)

Der Wildblutanteil der einzelnen Generationen nimmt so stetig ab:

F1: 50%

F2: 25%

F3: 12,5%

F4: 6,25%

F5: 3%

Eine F1 Savanna hat durch den hohen Wildblutanteil ein viel höheres Gewicht und ist auch deutlich größer, als die nachfolgenden Generationen. Deswegen gibt es auch die großen Gewichts- und Größenspannen bei den Angaben zur Savannah. Ein F1 Savannah ist aber auch aufwendiger in der Haltung, da es behördliche Vorschriften zu Haltung gibt, die von Bundesland zu Bundesland variieren können.